Jubiläum 2015: 5 Jahre PFLiTS
Jubiläum 2015: 5 Jahre PFLiTS
15. Mai 2015
Zentrumsnahe Vermietung von Besprechungsräumen
Zentrumsnahe Vermietung eines Besprechungs­raumes
7. September 2017

Antjes Gedanken – Behindert oder nicht?

Antjes Gedanken - Behindert oder nicht?

Behindert – oder wie nennt ihr es?
Seit Wochen denke ich über dieses Wort nach. Be- hindert. Warum bitte nennen wir Menschen mit Erkrankungen so?

Ich habe keine diagnositizierte Behinderung. Aber trotzdem fühle ich mich oft behindert. Im Alltag, wenn ich gerade wieder keinen Parkplatz finde und dementsprechend daran gehindert bin an mein Ziel zu gelangen. Wenn die Straße abgesperrt ist wegen einer Baustelle und mich auf meinem Weg behindert. Wenn ich wieder einer Familie sagen muss, dass wir ihr krankes Kind nicht versorgen können, da der Fachkräftemangel mich hindert mein Team zu vergrößern. Überall warten Hindernisse.

Aber zurück zu den Menschen, die eine bestätigte Behinderung haben. Warum bitte sind die behinderter als ich? Ganz ehrlich? Weil die Umgebung sie dazu macht. Warum ist es noch immer so, dass viele Läden für Rollstuhlfahrer zu eng sind, oder gar wegen einer Treppe nicht befahrbar sind? Warum sind unsere Straßen nicht ausreichend für blinde Menschen ausgestattet? Warum muss ein Mensch der sich verbal nicht mehr äußern kann, mehrere Jahre auf eine Kommunikationshilfe warten? Ich könnte die Liste unendlich fort führen. Aber ich bin die ganze Zeit bei der Umgebung und nicht dem behinderten Menschen.

Bin ich naiv wenn ich glaube dass die Umgebung einen Großteil der Behinderung ausmacht? Bin ich naiv wenn ich glaube daran könnte was geändert werden? Keine Ahnung. Für mich steht fest, ich mag es nicht. Dieses Eingruppieren in eine Schublade. Ich glaube jeder Mensch fühlt sich ab und an mal gehindert oder behindert durch etwas oder Jemanden. Ganz unabhängig von Diagnosen, Schwerbehindertenausweisen oder sonst was.

Wie nennt ihr (chronisch) kranke Menschen, deren Erkrankung sich auf den Alltag auswirkt?